Von der Gesellschaft für Archäologie geförderte Projekte

Die GfA fördert Maßnahmen zur Erforschung und Vermittlung von Themen der Archäologie und Bodendenkmalpflege in Bayern durch Zuschüsse zu Veröffentlichungen, Tagungen, Kolloquien, Ausstellungen, Experimentelle Archäologie, Schulprojekte, Ausgrabungen, u. ä.

Sie suchen einen Referenten für Ihren Verein oder Arbeitskreis?

Bildungsangebote wie qualitativ hochwertige Vorträge anzubieten, kann eine aufwendige und teure Angelegenheit werden. Vielen Vereinen und Arbeitskreisen stehen die dazu nötigen Mittel oft nicht zur Verfügung. Die Gesellschaft möchte Sie darin unterstützen, auch Ihren Mitgliedern Vorträge zu Themen von allgemeiner Bedeutung anbieten zu können.

Wir organisieren anerkannte Fachreferenten, die für einen Kostenbeitrag von 50 € über die Gesellschaft gebucht werden können. Wir übernehmen für Sie alle weiteren anfallenden Kosten wie Referentenhonorar, Fahrtkosten, Übernachtungskosten etc.
Die Gesellschaft behält sich die Themen- und Referentenauswahl sowie die Konditionsverhandlungen vor.

Sie verpflichten sich lediglich dazu, beim Vortrag auf die Gesellschaft zu verweisen, den Flyer der Gesellschaft auszulegen und ein Rollup mit dem Logo der GfA aufzustellen.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns, damit alle Details besprochen und organisiert werden können.

Unser Vortragsangebot

Die ersten Bauern in Bayern

 Lebensbild Stephansposching Bild vergrößern Lebensbild einer dörflichen Gemeinschaft, Stephansposching (Grafik: A. Pechtl, 2017)

Lange galt Bayern als Agrarstaat und noch heute ist das bäuerliche Element zentraler Bestandteil der kulturellen Identität. Die Anfänge hiesiger Landwirtschaft reichen aber rund 7500 Jahre bis zum Beginn der Jungsteinzeit zurück.

Damals machten Angehörige der so genannten „Linienbandkeramischen Kultur“ das Land erstmals urbar. Dank der völlig neuen Lebensweise konnten diese Gemeinschaften eine enorme Dynamik entfalten, sodass die bäuerliche Zivilisation geradezu mit einem kulturellen Paukenschlag begann.

In allgemeinverständlicher Weise referiert den aktuellen Stand der Forschung der Steinzeitarchäologe Dr. Joachim Pechtl.



Nachfolgend stellen wir Ihnen weitere von der Gesellschaft geförderte Projekte vor.

Steinzeit-Projekttag im Museum Kelheim

Im Lehrplan GSE 5 der Mittelschulen in Bayern ist „Vorgeschichte“ ein wesentliches Thema, das bei den Schülern auch Interesse weckt und ihnen anschaulich nahe gebracht werden soll. In Anbetracht der Medienvielfalt und der selbstverständlichen Wahrnehmung der heutigen technischen Geräte und annehmlichen bzw. bequemen Lebensweise bieten diese Projekt-veranstaltungen eine Vorstellung und Annäherung an die Lebensweise  dieser entscheidenden Epoche der Menschheit.

Diesem Projekttag in „experimenteller Archäologie“ voraus gingen schon andere Projekte wie „Steinzeit-Malereien“ (mit Fingern oder Stöckchen, mit Erdfarben auf Jurakalkplatten).

Schwirrholz Schwirrholz

Wo es möglich ist, versuchen wir, die Schüler handlungsorientiert Lehrstoff erfahren zu lassen. So machten sich Ende April voller Spannung alle 5.Klassen auf ins Museum Kelheim, um dort einen spannenden und ausgefüllten Vormittag zu erleben. Nach ausführlichen, einführenden Schilderungen (z.B. wie viele Generationen vor uns etwa hier in unserer Jura-Gegend gelebt haben) über die ersten Besiedlungen in unserem Raum durften sich die Schüler in verschiedenen Workshops an „steinzeitlichen“ Arbeitsweisen üben: ein Schwirrholz – „Handy“ der Steinzeit, eine Ledertasche (für Handy) und eine Muschelkette konnten unter fachkundiger Anleitung hergestellt werden. Mit Eifer waren die Schüler bei der Sache und wollten möglichst alles ausprobieren. Trotz heutiger Hilfsmittel ging  jedoch nicht jede Technik einfach von der Hand.

Viel zu schnell verging die Zeit an diesem ereignisreichen, spannenden und trotzdem auch lehrreichen Schul-Vormittag.
Mitgesponsert wurde dieser Projekttag dankenswerterweise auch von der Gesellschaft für Archäologie.

Bericht und Foto von Birgitta Metzner-Bodenschatz, Juni 2017